Neuigkeiten

05.12.2017, 11:37 Uhr

Beyer: Helden des Alltags unterstützen

Tag des Ehrenamtes

Was Menschen für die Allgemeinheit leisten, ist beeindruckend und geschieht oft im Verborgenen. Der heutige Tag des Ehrenamtes will diesen Helden des Alltags ein Gesicht geben. Doch um das Ehrenamt auch in der Zukunft stark zu machen, bedürfe es auch politischer Unterstützung, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer. 

Helden des Alltags - THW trifft MdB | © Peter Beyer.
In Deutschland engagieren sich 23 Millionen Bürger ehrenamtlich. Das sei fast jeder Dritte, erklärt der Christdemokrat. Egal, ob bei Feuerwehr, THW, Kultur- und Sportverbänden – ehrenamtlich Engagierte würden nicht nach einem Lohn fragen, sie arbeiteten Stunden um Stunden mit vollem Einsatz für die Gesellschaft und das Gemeinwohl.

Doch Engagement verändere sich. Immer seltener würden sich Menschen langfristig an einen Verein binden, weiß Beyer, der dieses Bedauern immer wieder von Vereinsvorsitzenden in seiner Heimat gesagt bekomme. „Hinzu kommt, dass sich viele oftmals eher mit einem Thema identifizieren können, als mit der Organisation oder dem Verein selbst“, dass wisse er auch aus eigener Erfahrung, beispielsweise in der Schule seiner Kinder. Viele suchten zeitlich begrenzte Einsatzmöglichkeiten, dieses Phänomen sei besonders bei jungen Erwachsenen, Berufseinsteigern und Eltern anzutreffen. Neben dieser Gruppe engagieren sich jedoch zumeist ältere, oft bereits pensionierte Menschen. Ein Großteil der Vereine baut auf den Einsatz und die Hilfe von Senioren, die oft schon zehn Jahre und mehr dort unermüdlich mithelfen. Sie wiederum haben einen anderen Zugang zur Freiwilligenarbeit. Anders als bei jungen Menschen, ginge es ihnen weniger um berufliche und Lebens-Orientierung als um Solidarität, um sinnvolle Beschäftigung.

Um auch in Zukunft bestens Qualifizierte aller Altersklassen in den Vereinen zu haben, sei es unumgänglich, dass Politik weitere Rahmenbedingungen für das Ehrenamt schaffe, sagt Beyer. Er fordert unter anderem eine hauptamtliche Unterstützung und die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für ehrenamtlich Tätige, die bei der Bewältigung von rechtlichen, organisatorischen Fragestellungen ebenso beraten soll, wie bei der Qualifizierung und Fortbildung.