Kolumne

05.09.2017, 19:37 Uhr
 
Lob, Lacher und Wahlkampf
Das war sie nun, die letzte Sitzung des Deutschen Bundestages in der 18. Wahlperiode: Lob, Lacher und Wahlkampf, so meine Zusammenfassung des heutigen Tages im Plenum. Natürlich ist das längst nicht alles.
„Wir haben in diesem Haus zweifellos immer wieder herausragende Debatten erlebt“, erklärte Prof. Dr. Norbert Lammert zum Auftakt der Sitzung. "Bei selbstkritischer Betrachtung sollten wir einräumen, dass in der Regel immer noch zu häufig geredet und zu wenig debattiert wird", sagte der scheidende Bundestagspräsident weiter. Er nahm heute nach zwölfjähriger Amtszeit und 37-jähriger Mitgliedschaft im Parlament seinen Abschied, jedoch nicht ohne mahnende Worte. „Die Demokratie steht und fällt mit dem Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger.“ Er fügte hinzu: „Autoritäre Regime brauchen kein bürgerschaftliches Engagement. Die Demokratie hingegen braucht es.“ Seine Worte an uns Parlamentarier: Der Bundestag sei „stärker und einflussreicher“ als jedes andere Parlament. Gemeinsame, parteiübergreifende Lösungen seien wichtiger „als der übliche Dissens-Reflex“. Im Bundestag schlage das „Herz der Demokratie“, so Lammert.

Und so pochte das Herz der Demokratie am heutigen Tag noch einmal kräftigt, denn es ging in der Debatte um die aktuelle Situation in Deutschland. Sahra Wagenknecht verlas die Slogans der CDU-Plakate und arbeite sich daran ab. Cem Özdemir sinnierte über Sitzheizungen und die SPD versuchte sich heute als Opposition und vergaß dabei, dass ihre Minister auf der Regierungsbank saßen. Als CDU haben wir konsequent über die Zukunftsthemen gesprochen, allen voran unsere Bundeskanzlerin.

Angela Merkel bewies abermals Humor. Im knallroten Sakko stand sie am Rednerpult und sagte abschließend: „So, meine Damen und Herren! Meine Zeit ist so gut wie vorbei.“ Natürlich meinte sie ihre Redezeit, denn ich bin überzeugt, am 24. September wird die CDU die Wahl erneut gewinnen. Und ich habe die Hoffnung, dass auch ich wieder für Sie in Berlin an vorderster Front kämpfen darf.

Herzlichst,
Ihr Peter Beyer