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26.02.2018, 00:00 Uhr

PARLAMENTARIUM 26.02.1992: Einweihung der Gedenkstätte für ermordete Reichstagsabgeordnete

In drei großformatigen, repräsentativen Gedenkbüchern wird im Reichstagsgebäude an die Lebensschicksale der zwischen 1933 und 1945 verfolgten und ermordeten Mitglieder des Reichstages erinnert. Zu der Gedenkstätte gehört zudem eine monumentale Fotowand der Düsseldorferin Katharina Sieverding.

Peter Beyer mit einem der drei Gedenkbücher.
THEMA: „Kunst“

Im April 1999 wurde das Reichstagsgebäude in Berlin als neuer Sitz des Deutschen Bundestages eingeweiht. Zu diesem Anlass schufen 19 Künstler Werke, die sich speziell mit diesem Ort und seiner Geschichte auseinandersetzen.

Eines der bekanntesten Kunstobjekte im deutschen Bundestag ist die Installation „Archiv der Deutschen Abgeordneten" des Franzosen Christian Boltanski im Untergeschoß des Osteingangs. Kästen aus Metall sind mit den Namen derjenigen Abgeordneten beschriftet, die von 1919 bis heute demokratisch gewählt wurden. Die Kästen sind so übereinandergestapelt, dass zwischen ihnen ein schmaler Gang entsteht, welcher nur leicht durch Kohlefadenlampen erhellt ist. Einer der Kästgen trägt den Namen „Adolf Hitler“. Auch wenn dieser Kasten oft beschädigt wird, so wird er repariert, da Hitler 1933 demokratisch in den Reichstag gewählt wurde.