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12.04.2018, 17:49 Uhr

Ein Internetanschluss allein reicht nicht aus

Beyer besucht den SAP-Standort Ratingen

„Die Zeit für den deutschen Mittelstand wird knapp: Wer sein Unternehmen nicht konsequent digitalisiert, wird in Zukunft kaum am Markt bestehen können“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer, der sich kürzlich mit Dr. Andreas Beyer, Leiter der SAP-Niederlassung in Ratingen austauschte. Schwerpunkte des Gesprächs waren neben der Digitalisierung im Mittelstand, der Beitrag von Wirtschaft und Politik zur Qualifizierung und Vorbereitung junger Menschen auf ihr künftiges Berufsleben.

Peter Beyer MdB und Dr. Andreas Beyer (SAP). | © PB.
Gerade was die Ausbildung der nächsten Generation betreffe, dränge die Zeit, sagte Beyer. Er begrüße den Vorstoß seiner Kollegin, der neuen Bildungsministerin Anja Karliczek, bei der Digitalisierung der Schule nunmehr mit Priorität voranzuschreiten. Bereits in der vergangenen Legislaturperiode habe ihn dieses Thema immer wieder beschäftigt. Karliczeks Vorgängerin habe im Oktober 2016 den sogenannten „Digitalpakt“ mit fünf Milliarden Euro präsentiert. Doch da Schulen grundsätzlich Ländersache sind, kam das Projekt auf Bundesebene zum Stoppen. Die Ministerin ginge die Sache nun noch vor der Sommerpause neu an, erklärte der Bundestagsabgeordnete in dem Gespräch. Bereits Schüler müsse man früh an die Themen IT und Programmierung heranführen. Es ist von der Bedeutung mit Rechnen, Schreiben und Lesen gleichzusetzen und sollte zum Pflichtfach an Schulen erhoben werden fügte der SAP-Manager an. Jedoch sei es mit einem schnellen Internetanschluss der Schule alleine nicht getan.

Er begrüße das Digitalpaket der Bundesregierung und die Initiativen für eine bessere Ausbildung von Fachkräften, doch das allein sei noch nicht der Schlüssel, damit in einer zunehmend vernetzten Welt der deutsche Mittelstand nicht den Anschluss verliere. Zahlreiche Mittelständler hätten die Relevanz der Digitalisierung für ihr Geschäft zwar bereits erkannt, betrachteten sie allerdings nicht als Chance zur dynamischen Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells. In diesem Zusammenhang stellte er dem Christdemokraten das Konzept für das neue „Digital Studio“ des Software-Anbieters vor, mit dem Ideen entwickelt, Kunden beraten und Projekte entwickelt werden können. Das Digital Studio in Ratingen mache erlebbar, welche Chancen in der Industrie 4.0 und dem „Internet der Dinge“ stecke. Der Standort Ratingen nehme damit in Deutschland eine Vorreiterrolle ein, und die Investition sei ein klares Bekenntnis zum Standort, freut sich Beyer.

Gerade für den Mittelstand sei das neue Projekt ideal, so der SAP-Manager: Neue Produkte könnten schneller hergestellt, Kundenwünsche besser berücksichtigt, und neue Geschäftsfelder und Services angeboten werden. Vor allem für kleinere Unternehmen biete die Plattform ganz neue Möglichkeiten der Teilhabe an Wertschöpfungsketten.