Neuigkeiten

05.06.2018, 19:10 Uhr

Blick über den Tellerrand

Über 500 junge Menschen haben 2017 am internationalen Freiwilligendienst „kulturweit“ teilgenommen. Peter Beyer sprach mit zwei Ehemaligen des Programms aus Ratingen und Velbert über ihre ganz persönlichen Erfahrungen.

„Das Aufeinandertreffen von Kulturen hinterlässt Spuren“, erzählte Chiara Wölfle. Sie schildert ihre Eindrücke von der Zeit, als sie in Puento Alto, Chile am Colegio Alemán direkt nach dem Abitur am Ratinger Innenstadt-Gymnasium zwölf Monate in der Fremde verbrachte. Gemeinsam mit Lucia Madro aus Velbert berichteten die beiden kulturweit-Alumni kürzlich dem Bundestagsabgeordneten Peter Beyer (CDU) von ihrem Einsatz. „Wir haben viel erlebt und geleistet“, fügte die Studierende aus Velbert an.

Chiara Wölfle (links) und Lucia Madro (rechts) berichten Peter Beyer MdB (mitte) über ihre Erfahrungen von ihrem Einsatz im internationalen Freiwilligenprogramm „kulturweit“. | © Peter Beyer MdB.
Über 500 junge Menschen haben sich allein im vergangenen Jahr mit dem internationalen Freiwilligenprogramm „kulturweit“ auf den Weg in die entlegensten Winkel der Welt gemacht, um sich in Kultur- und Bildungseinrichtungen weltweit zu engagieren. Seit 2009 bietet der internationale kulturelle Freiwilligendienst jungen Menschen aus Deutschland im Alter von 18 bis 26 Jahren die Gelegenheit, sich für sechs oder zwölf Monate in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren. Eins der Hauptziele von „kulturweit“ ist es, jungen Menschen intensive Lernerfahrungen zu ermöglichen. Die Einsatzstellen befinden sich in Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas, Mittel-, Südost- und Osteuropas sowie der ehemaligen Sowjetunion.

Vor dem Einsatz der beiden standen Seminare, damit sie vorbereitet werden auf das, was auf sie zukommen kann. „Ich bin froh, diese Erfahrungen gemacht zu haben. Man lernt, dass Dinge, die für uns in Deutschland selbstverständlich sind, an anderen Orten der Welt gar nicht existieren – beispielsweise, dass der Bus nicht nach einem Plan fährt“, erinnert sich Wölfle. Ihr Auslandjahr liegt zwei Jahre zurück. „Nur die wenigsten wissen irgendetwas über das Land, für das ich mich entschieden habe“, beginnt Madro ihre Schilderungen. Sie hat im vergangenen Jahr beim Deutschunterricht am Hermann-Sudermann-Gymnasium im litauischen Klaipeda unterstützt und bereut ebenso wie Wölfle keine Minute ihres Aufenthaltes.

„In einer Zeit, in der zunehmende Konflikte die internationale Zusammenarbeit auf die Probe stellen, braucht es junge Menschen, die durch das Gespräch Grenzen überwinden. Der Blick über den Tellerrand, der Dialog mit anderen Kulturen, hilft vorbehaltlos und friedlich auch auf vermeintlich Fremde zuzugehen“, resümierte Beyer beeindruckt von den Erfahrungen der jungen Frauen. Noch bis zum 1. Dezember 2018 läuft die Bewerbungsrunde für einen internationalen Freiwilligendienst mit kulturweit. Interessierte können sich unter www.kulturweit.de bewerben.