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08.06.2018, 12:25 Uhr

„Wir dürfen die Kommunikationskanäle nicht abreißen lassen“

Außenpolitik live | Kooperationsveranstaltung mit dem Auswärtigen Amt

Donald Trump. Handels- und Sicherheitspolitik. Transatlantische Beziehungen. Schon für sich betrachtet kann jedes dieser Stichworte ganze Diskussionsabende füllen. So auch am vergangenen Montag im Rahmen der Kooperationsveranstaltung „Außenpolitik live“ des Auswärtigen Amts und der Westdeutschen Zeitung. Rund 60 Interessierte  kamen in den Angersaal der Ratinger Stadthalle, wo der Bundestagsabgeordnete und Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit Peter Beyer (CDU) in die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der transatlantischen Beziehungen einführte. 

Peter Beyer MdB | © Auswärtiges Amt/Koch.
„Die USA sind und bleiben unser engster Verbündeter außerhalb der EU“, stellt Beyer an diesem Abend klar. Entscheidend sei, dass man im Austausch bleibe, was bislang von beiden Seiten praktiziert werde, so der Bundestagsabgeordnete. Nichtsdestotrotz müssten sich die Europäer darauf einstellen, eigenverantwortlicher zu handeln und zum Beispiel für die eigene Sicherheit zu sorgen.

Er macht dies jedoch unabhängig davon, wer aktueller Amtsinhaber ist: „Das transatlantische Verhältnis ist wichtiger als die Person im Oval Office“ und werde - gerade nach dem kommenden Brexit - noch weiter an Bedeutung zunehmen. Zwar ringe die deutsche Diplomatie noch um den rechten Umgang mit der US-Regierung und ihrem neuen Politikstil, jedoch gehe es laut dem 47-jährige Juristen letztendlich um „Fragen von Krieg und Frieden“. Angelegenheiten, die keinen Aufschub dulden. Die Reduzierung der Handelsbilanz, das Drängen auf größeres Engagement in der Sicherheitspolitik und die Erhöhung der Verteidigungsausgaben - alles Themen, die große Bemühungen im beidseitigen Dialog rechtfertigen. Dazu sei es unabdinglich, die transatlantischen „Kommunikationskanäle nicht abreißen zu lassen“ und gleichzeitig den europäischen Zusammenhalt zu stärken, resümiert der gebürtige Ratinger.

Die Veranstaltungsreihe „Außenpolitik live“ findet regelmäßig seit 2011 statt. Die jährlich etwa 20 Veranstaltungen werden bundesweit mit dem Auswärtigen Amt (AA) und Kooperationspartnern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft angeboten. Ziel ist es, einen möglichst direkten Dialog zwischen Diplomaten und interessierten Bürgern zu aktuellen außenpolitischen Fragestellungen zu ermöglichen.