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30.08.2018, 18:26 Uhr

Beyer fragt nach: Verdächtige Ruhe auf der A 44-Baustelle

Wie geht es eigentlich voran mit dem Lückenschluss der A 44 zwischen dem Autobahnkreuz Ratingen-Ost und der Anschlussstelle Heiligenhaus? Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer fragte kürzlich bei seinem Kollegen, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, nach. Als aufmerksamer Beobachter habe man das Gefühl, auf der Autobahnbaustelle stünden wochenlang die Maschinen still, befindet der Christdemokrat.

(v.l.) Parlamentarischer Staatssekretär Enak Ferlemann MdB, Peter Beyer MdB und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer MdB im Gespräch über den Lückenschluss der A 44.
 Es gehe voran, teilte das Bundesministerium Beyer in einem Antwortschreiben mit. Es habe gute Gründe, warum im Moment nur wenige Aktivitäten zu sehen seien. Im Juli wurde der Antrag auf Planfeststellung für ein Regenrückhaltebecken einschließlich Retentionsbodenfilter und Leichtflüssigkeitsabscheider eingereicht. Dieser nachträgliche Antrag zur Planung wurde nötig, nachdem die Städte Düsseldorf und Ratingen ihre Klagen beim Bundesverwaltungsgericht zur Sicherung ihrer Wasserschutzzonen gewonnen hatten. Unabhängig davon seien Abstimmungen mit den zuständigen Fachbehörden geführt worden für Schutzmaßnahmen des Trinkwassers während der Bauzeit. Derzeit werde die mobile Trinkwasseranlage durch die Stadtwerke Ratingen geplant. Diese könne voraussichtlich im Sommer 2019 in Betrieb gehen.

Erfreulich sei, so Beyer, dass die 385 Meter lange Angerbachtalbrücke, die Mitte 2016 in Bau gegangen ist Mitte 2019 soweit hergestellt sein werde, dass diese für die Baulogistik des Weiterbaus der A 44 nach Westen genutzt werden kann. Komplett fertig soll die Angerbachtalbrücke Mitte 2020 sein. 

Derzeit spricht das Bundesministerium von einer Gesamtfertigstellung des Lückenschlusses „voraussichtlich im Jahr 2022“. Beyer verspricht, am Ball zu bleiben und weiterhin den Baufortschritt des zweiten Streckenabschnitts im Blick zu behalten, denn der vollständige Lückenschluss der A 44 bleibe auch nach der Teileröffnung im April diesen Jahres eines der wichtigsten bundespolitischen Themen der Region.