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19.06.2019, 12:39 Uhr

„Jugend und Parlament“: Velberter Schüler debattierte beim Planspiel

Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Peter Beyer war der 17-jährige Schüler Johannes von Rath aus Velbert nach Berlin gereist.

Johannes von Rath und Peter Beyer MdB vor dem Reichstagsgebäude. | © Peter Beyer MdB.

Vor dem Plenarsaal des Deutschen Bundestags steht der Velberter Johannes von Rath. Drinnen tobt eine hitzige Debatte, gleich werden die Abgeordneten über ein neues Gesetz abstimmen. Ein Fraktionskollege kommt vorbei. „Komm, lass uns noch mal abstimmen gehen“, kumpelhaft klopft er seinem Kollegen auf die Schulter. Beide  verschwinden im Plenarsaal. „Es ist etwas Besonderes, dass die Jugendlichen unten auf den blauen Stühlen des Plenarsaals sitzen dürfen!“, weiß der Bundestagsabgeordnete und Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU). 317 Jugendliche im Alter zwischen 17 und 20 Jahren wurden bundesweit im Rahmen des Planspiels „Jugend und Parlament 2019“ eingeladen, Demokratie hautnah zu erleben. Beyers Einladung ging in diesem Jahr an den 17-Jährigen.

Unter der Kuppel im Reichstagsgebäude wird aufgeregt getuschelt, bevor jede und jeder frisch ernannte Abgeordnete den Platz eingenommen hat. „Jugend und Parlament lehnt sich so weit wie möglich an die Arbeitsweise des Deutschen Bundestages an. Selbst die Verteilung der Sitze im Parlament ist den echten Parteien nachempfunden. Jedoch werden auf die realen Bezeichnungen der Fraktionen verzichtet und keine parteipolitischen Inhalte diskutiert, um den Spielcharakter besser zu verdeutlichen“, erläutert Beyer. Für drei Tage sind die Jugendlichen keine Schüler, sondern Abgeordnete der Fraktion, die ihnen zuerkannt wurde.

Gegen Mittag ist es so weit – in Arbeitsgruppen und Arbeitskreissitzungen diskutierten die Jungparlamentarier über Gesetzesvorlagen. Leidenschaftlich und kontrovers geht es zu, bis die Fraktionsstrategie abgestimmt ist. Von Rath ist begeistert: „Die parlamentarische Arbeit macht Spaß. Allerdings ist die Arbeit im Bundestag mit den vielen hitzigen Diskussionen erheblich schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte. Insbesondere Kompromisse zu finden und Mehrheiten zu bilden, ist eine echte Herausforderung.“