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14.08.2020, 10:12 Uhr

Beyer fragt: Wie steht es um die Corona-Hilfen für Unternehmer?

Die Corona-Pandemie stellt Unternehmer vor besondere Herausforderungen. Damit die Wirtschaft nicht vollkommen zum Erliegen kommt, gab es seit Ende März 2020 zahlreiche Hilfen des Bundes und des Landes. Ob diese Hilfen auch in der Heimat ankommen, fragte nun der CDU-Bundestagsabgeordnete und Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung Peter Beyer nach. „Ziel war es, dass die Unternehmen gut durch die Krise kommen, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben und dass so der wirtschaftliche Abschwung abgefedert wird“, erklärt er. 

Peter Beyer MdB | © Frank Nürnberger.
Seit März dieses Jahres hatte Beyer zahlreiche Anschreiben, E-Mails und Anrufe von Vertretern der heimischen Wirtschaft erhalten, die sich gleich zu Beginn der pandemiebedingten Einschränkungen hilfesuchend an ihn gewandt hatten. Besonders schwer getroffen seien die örtlichen Messebauer sowie die Eventbrache, denn seit der Krise läge das Messewesen brach, so der Christdemokrat. Von jetzt auf gleich sei das Geschäft der vorwiegend kleinen und mittelständischen Firmen praktisch komplett weggebrochen. Aber auch mit mittelständigen Unternehmen habe er sich intensiv ausgetauscht. Das habe geholfen, direkt und unvermittelt reagieren zu können, vor allem bei der Erarbeitung der Ausgestaltung der Überbrückungshilfen.

Die Bundesregierung habe direkt nach Beginn der nötigen Einschränkungen schnell umfangreiche Hilfsprogramme (Soforthilfe, KfW-Sonderprogramm inklusive KfW Schnellkredit) auf den Weg gebracht. Unter anderem habe die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in unbegrenztem Volumen Hilfskredite zur Verfügung gestellt, um Unternehmen aller Größenklassen, Selbstständige und Freiberufler mit Liquidität zu versorgen. Insgesamt habe es bisher bundesweit 70.000 KfW-Kreditanträge mit einem Gesamtvolumen von über 50 Milliarden Euro gegeben. 99 Prozent der Anträge seien bereits beschieden, 96 Prozent davon hätten laut KfW eine Zusage bekommen. In den Städten Heiligenhaus, Ratingen, Velbert und Wülfrath wurde eine Gesamtsumme von rund 73 Millionen Euro an KfW-Corona-Hilfen bewilligt.

Da die Unterstützung in vielen Branchen weiter nötig sei, setze die Bundesregierung ihre Hilfen fort und habe sie bedarfsgerecht weiterentwickelt, erklärt Beyer. Er begrüßt darüber hinaus die Initiative des Bundes, den Einzelhandel stärken zu wollen. Dieser rechne mit milliardenschweren Umsatzeinbußen, weil das Geschäft in Innenstädten nicht richtig in Schwung komme. Anfang September sei ein runder Tisch geplant, um Konzepte zur Wiederbelebung der Innenstädte zu entwickeln. Konkret soll über die wirtschaftlichen Chancen von Digitalisierung für Innenstädte, für Einzelhändler und für die Gastronomie gesprochen werden.