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18.03.2021, 12:03 Uhr

Breiter Schutzschirm für Arbeitsplätze

Das Bundeskabinett hat in dieser Woche den Corona-Schutzschirm für Ausbildungsplätze verlängert und weiterentwickelt. „Von dem Schutzschirm haben im vergangenen Jahr zahlreiche Ausbildungsbetriebe in unserer Heimat profitiert“, so der Bundestagsabgeordnete und Transatlantikkoordinator der Bundesregierung, Peter Beyer, der die Verlängerung des Förderprogramms als eine gute Nachricht für die heimischen Betriebe und ihre Auszubildenden wertet.

Peter Beyer MdB | © Daniel Königs.
Ziel des erweiterten Förderprogramms sei es, die betriebliche Berufsausbildung in der Corona-Pandemie zu stabilisieren und zu stärken. Ausbildungs- und Übernahmeprämien würden verdoppelt, die Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit und die Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung verbessert.

Darüber hinaus werde ein sogenannter „Lockdown-II-Sonderzuschuss" in Höhe von 1.000 Euro eingeführt, berichtet Beyer weiter. Dieser Zuschuss richte sich an ausbildende Kleinstunternehmen mit bis zu vier Beschäftigten. Voraussetzung sei, dass der Ausbildungsbetrieb im aktuellen Lockdown seine Geschäftstätigkeit nicht oder nur in geringem Umfang weiterführen konnte, während gleichzeitig die Ausbildung an mindestens 30 Tagen fortgesetzt wurde.

„Wir wollen zudem verhindern, dass ein Ausbildungsplatz wegen einer Insolvenz verloren geht. Deshalb wird auch die Übernahmeprämie auf 6.000 Euro verdoppelt“, erklärt der Unionspolitiker und zitiert dabei das Vorhaben der Bundesministerien für Bildung und Forschung und Arbeit und Soziales.

Ein weiterer Punkt der Förderung: Ausbildungsbetriebe, die in besonderem Umfang von der Pandemie betroffen seien, könnten zukünftig im Rahmen der zweiten Förderrichtlinie, die ebenfalls in dieser Woche beschlossen wurde, einen Zuschuss zu den Kosten für externe Prüfungslehrgänge (dazu zählen auch digitale Angebote) für Auszubildende erhalten. Der Zuschuss beträgt einmalig 50 Prozent der Lehrgangskosten, maximal jedoch 500 Euro pro Ausbildungsverhältnis.

„Kurzum: Wir wollen Unternehmen in ihren Bemühungen um den Erhalt und Ausbau von Ausbildungsplätzen bestmöglich unterstützen“, bilanziert Beyer die Initiative. Die Weiterentwicklung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern" sei ein zentraler Beitrag der Bundesregierung zur Stabilisierung des Ausbildungsmarkts in der Pandemie.

Für das Bundesprogramm stehen in diesem Jahr 500 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 200 Millionen Euro sind für Ausgaben im kommenden Jahr vorgesehen.