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14.05.2021, 08:32 Uhr

Aufholprogramm des Bundes will Kinder und Jugendliche nach der Krise stärken

„Kinder und Jugendliche kommen in der Pandemie oft zu kurz: Ob Schule, Sport, Musik, Klassenfahrten, Freizeitangebote – vieles konnte in den letzten Monaten nicht oder nur eingeschränkt stattfinden“, weiß der CDU-Bundestagsabgeordnete und Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung Peter Beyer. Insbesondere in den vergangenen Wochen habe er vermehrt Gespräche mit jungen Menschen in seiner Heimat geführt, die sich Sorgen um ihre Zukunft machten. Eltern schildern ihm, dass ihre Kinder emotional labiler seien. Insbesondere Kleinkinder weinten leichter und reagierten mit Rückzug. Das sei natürlich nicht bei allen Kindern und Jugendlichen so, aber die Pandemie hinterließe Spuren. Drängendste Sorge bei allen seien Lernrückstände und Bildungslücken. Dies nahm Beyer aus den Gesprächen mit. Damit Kinder und Jugendliche ihre Ziele trotz aller Belastungen erreichten und nicht aus der Bahn geworfen würden, starte der Bund das ‚Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche‘ mit einer Fördersumme von insgesamt 2 Milliarden Euro für dieses und das kommende Jahr,“ berichtet der Christdemokrat.

Peter Beyer MdB | © Daniel Königs.

Die Corona-Krise dürfe für Familien und Kinder nicht zu einer dauerhaften Krise werden, so das Ziel des Programms. Jeder müsse die Chance erhalten Lernrückstände aufzuholen, erklärt der Bundespolitiker weiter. Schwerpunkte seien darüber hinaus die Förderung der frühkindlichen Bildung, Ausbau von Ferienfreizeiten und außerschulische Angebote.

Rund 1 Milliarde Euro seien vom Bund für zusätzliche Förderangebote vorgesehen, um den verpassten Lernstoff aufzuholen. Weitere 150 Millionen Euro stünden für die frühkindliche Bildung zur Verfügung. Von letzterem profitierten vor allem in Heiligenhaus, Ratingen, Velbert und Wülfrath die sogenannten Sprach-Kitas. 530 Millionen Euro seien vorgesehen für die Jugendarbeit im Sport, Ausflüge, Ferienfreizeiten, außerschulische Angebote und Mehrgenerationenhäuser. Auch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt werde eine zusätzliche Förderung erhalten. Denn das freiwillige Engagement für Kinder und Jugendliche in Vereinen, Initiativen und anderen ehrenamtlichen Strukturen sei jetzt besonders wichtig. „Als CDU/CSU haben wir uns in den Verhandlungen erfolgreich dafür eingesetzt, dass insbesondere die Vereine vor Ort mehr Geld bekommen“, bilanziert Beyer die Arbeit der Union.

Kindern sozialschwacher Familien greife man gezielt mit einem Kinderfreizeitbonus von je 100 Euro für Freizeitangebote unter die Arme. Der Bund mache außerdem mit 330 Millionen Euro den Weg frei für mehr Mentoren bei der Lernförderung, zusätzliche Sozialarbeit und Freiwilligendienstleistende in Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. „Es ist ein umfangreiches Paket, das Familien vor Ort eine Hilfe sein wird. Das Programm bedeutet vor allem eins: Zurück ins Leben“, so Beyer abschließend.