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Neuigkeiten
26.06.2019, 16:04 Uhr
Aufruf: Donnerstag der Demokratie
Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat uns alle fassungslos gemacht, so der Bundestagsabgeordnete Peter Beyer. Er steht mit diesem Statement gemeinsam in einer Reihe mit Außenminister Heiko Maas und Bundesinnenminister Horst Seehofer, die zum Aufbegehren gegen „Rechts“ aufrufen.
Peter Beyer MdB | © Frank Nürnberger.

Nicht nur als Politiker der Bundesebene müsse man sich Beleidigungen von Rechtsaußen regelmäßig gefallen lassen, sondern auch viele Kommunalpolitiker und Ehrenamtliche seien täglichen Anfeindungen, Drohungen und teils auch Gewalt ausgesetzt, weiß der Transatlantikkoordinator der Bundesregierung, der die Aktion „Donnerstag der Demokratie“ unterstützt.

Fast 100 Jahre nach den politischen Attentaten am Zentrumspolitiker Matthias Erzberger und dem ehemaligen Außenminister der Weimarer Republik Walther Rathenau, wurde in Deutschland erneut ein Politiker wegen seiner politischen Überzeugungen Opfer von Rechtsterroristen. Damals wie heute gingen den Morden vor allem aus rechten Kreisen regelrechte Hetzkampagnen voraus. Und die Zahlen sprächen eine klare Sprache: In Deutschland gebe es 12.000 gewaltorientierte Rechtsextreme, 450 von ihnen seien untergetaucht, obwohl sie mit Haftbefehl gesucht würden. Die Statistik spricht von einem Anstieg antisemitischer Straftaten von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Etwa 90 Prozent der Taten seien von Rechtsextremisten begangen worden.

Man müsse sich klar gegen Extreme abgrenzen – nach rechts und nach links –, ist der Christdemokrat überzeugt. Im November 2018 veranlassten ihn diskriminierende Schmierereien zu einem Aufruf zu einer Menschenkette in seiner Heimat gegen ausgrenzendes Verhalten. Damals folgten diesem rund 2000 Menschen. Der Mord an Lübcke sei eine Zäsur und nach dem faschistischen Terror der NSU ein jäher Angriff gegen unsere Werte und unser Grundgesetz, sagt er weiter.

Besonders Ehrenamtliche hielten die demokratischen Werte hoch. Jeder dritte Deutsche engagiere sich in seiner Freizeit. In Vereinen würden Vorstellungen von Fairness, von Gemeinschaft und von Integration transportiert. „Wenn alle diese Menschen ihre Stimme erhöben und zeigten, dass wir mehr sind, als die Rechtsradikalen und die Antisemiten, dann wäre dies ein klares Signal“, erklärt Beyer engagiert.

Aus diesem Grund schließt sich Beyer dem Aufruf an, über Parteigrenzen hinweg zum #donnerstagderdemokratie aufzurufen. „Diesen Donnerstag wollen wir die demokratischen Alltagshelden ins Scheinwerferlicht stellen, die Tag für Tag im Verborgenen unsere Werte verteidigen“, erläutert der Christdemokrat weiter. Er selbst wird auf allen seinen Social-Media Kanälen die Geschichten von Alltagshelden seiner Heimat erzählen. Er möchte mit diesem Signal den Ehrenamtlichen den Rücken stärken. Er würde sich freuen, wenn am morgigen Donnerstag dem Aufruf Viele folgen würden.