Kolumne

27.11.2019
Die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages gehört zu den spannendsten seit der Gründung der Republik. Mit meiner Kolumne „Ein Beyer in Berlin“ möchte ich Ihnen immer am Ende einer Sitzungswoche regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des „Hohen Hauses“ geben.

Dienstagmorgen, 9.30 Uhr. Im dichten Nebel zwischen dem Reichstagsgebäude und dem Paul-Löbe-Haus – mitten im Parlamentsviertel – standen etwa 25 Traktoren, die alle im selben Moment den Motor anschmissen und auf die Hupe drückten. Ein Bild, was sich einem nur selten bietet.
 
14.11.2019
Die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages gehört zu den spannendsten seit der Gründung der Republik. Mit meiner Kolumne „Ein Beyer in Berlin“ möchte ich Ihnen immer am Ende einer Sitzungswoche regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des „Hohen Hauses“ geben.

„Endlich wieder freie Fahrt“, stöhnte mein Taxifahrer erleichtert, als er in der vergangenen Woche von der Yitzhak-Rabin-Straße in die Straße des 17. Juni in Richtung Großer Stern einbog. Seit Wochen sei Berlin ein einziger Stau, sagt er weiter. Fast vier Wochen lang habe es rund um den Tiergarten unzählige Sperrungen wegen des Straßenfestes „30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“ gegeben, frotzelt er auf Berlinerisch. Sie wissen vermutlich genau, wo Sie an jenem Herbsttag 1989 waren, als die Mauer fiel. Für jeden von uns hat dieses Ereignis seine ganz eigene Bedeutung. Während viele vermutlich den Tag als einen Freudentag empfinden, war es für mich in diesem Jahr ein Tag des Nachdenkens.
 
17.10.2019

Die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages gehört zu den spannendsten seit der Gründung der Republik. Mit meiner Kolumne „Ein Beyer in Berlin“ möchte ich Ihnen immer am Ende einer Sitzungswoche regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des „Hohen Hauses“ geben.

Es gibt Tage, da fällt das morgendliche Aufstehen einfach schwer – vor allem, wenn man eine schlechte Nacht hatte. Wer kennt das nicht. Man hat sich bis in die frühen Morgenstunden in den Bettlacken hin und her gewälzt und sehnt sich nach nichts anderem mehr, als einem Quäntchen Schlaf. Dann fallen die ersten Lichtstrahlen durch den Vorhang. Der einzige Ausweg: Aufstehen. Und so schlurft man ins Bad.

 
27.09.2019
Die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages gehört zu den spannendsten seit der Gründung der Republik. Mit meiner Kolumne „Ein Beyer in Berlin“ möchte ich Ihnen immer am Ende einer Sitzungswoche regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des „Hohen Hauses“ geben.

Klein und schneller faul, so lautet die Bilanz der Apfelernte in diesem Jahr. Trockenheit und Hitze hätten den süßen Früchten zu schaffen gemacht, so der Verband der Apfelbauern in unseren heimischen Gefilden. Äpfel sind aber auch politisch – und dass auf höchster Ebene. Hätten Sie das gedacht? Ich nicht. Die Meldung „Apfelkabinett im Bundeskanzleramt“ lies mich aufhorchen.


 
13.09.2019
Die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages gehört zu den spannendsten seit der Gründung der Republik. Mit meiner Kolumne „Ein Beyer in Berlin“ möchte ich Ihnen immer am Ende einer Sitzungswoche regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des „Hohen Hauses“ geben.

Deutschland steht vor dem Abgrund – mal wieder! Diese Schlagzeile gab es die Tage in einer Tageszeitung. Für mich war es ein Déjà-Vu, denn in den 2000er-Jahren gab es Ähnliches zu lesen. Dunkle Prophezeiungen von unvermeidlichen Konjunktureintrübungen verbreitet Angst und Schrecken. Düster sieht es auch im deutschen Wald aus. Hier kämpft nun die Bundeswehr gegen die Borkenkäfer-Epidemie. Der kleine schwarze Rüsselkäfer schaffte es dieser Tage bis in die Gremiensitzungen des Bundestages. Der Schaden der grünen Lungen ist ernst und der „Masterplan Wald“ soll nun helfen. Ach, und dann ist da noch das ewig drehende Personalkarussell, welches im Sommer für Überraschungen sorgte. Die neuen im Amt: Von der Leyen wechselte in die EU-Kommission als Präsidentin, Kramp-Karrenbauer folgte ihr auf den Stuhl der Bundesverteidigungsministerin. Barley wechselte ebenfalls nach Brüssel und Lambrecht löste sie als Bundesjustizministerin ab.
 
25.07.2019
Die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages gehört zu den spannendsten seit der Gründung der Republik. Mit meiner Kolumne „Ein Beyer in Berlin“ möchte ich Ihnen immer am Ende einer Sitzungswoche regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des „Hohen Hauses“ geben. 

 „Test 1, 2. Hallo”, so der Phoenix Korrespondent. Er hält ein Mikrofon in der Hand. In seinem Rücken öffnet sich dem Zuschauer auf dem TV-Bildschirm im heimischen Wohnzimmer das große Foyer des Paul-Löbe-Hauses. In dem Parlamentsgebäude, das die Ausschüsse des Bundestages beherbergt und in direkter Nachbarschaft zum Reichstagsgebäude und Bundeskanzleramt steht, herrscht reges Treiben. Der Ton sei hallig, flüstert ein Tontechniker im Hintergrund des Szenarios auf der Galerie in der ersten Etage einem Kollegen zu. Noch fahren die Aufzüge. Immer mehr Kollegen strömen in den Bauch des Gebäudes.  

 
27.06.2019
Die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages gehört zu den spannendsten seit der Gründung der Republik. Mit meiner Kolumne „Ein Beyer in Berlin“ möchte ich Ihnen immer am Ende einer Sitzungswoche regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des „Hohen Hauses“ geben. 

„Abgeordnete auf Nagerjagd. Reichstag hat zu viele Mäuse“, „Bundestagsverwaltung bestätigt: Bei uns gibt es Mäuse“. Das waren vergangene Woche zwei Schlagzeilen in der Berliner Presse, die mich zum Schmunzeln brachten. Eine Online-Nachrichtenplattform meldete darüber hinaus: „Gestatten, Bundestagsmaus: Nager im Parlamentsgebäude“. Und bei Twitter zwitscherten die Kollegen der Linken und Grünen munter über die #bundestagsmaus. Ja, wer würde nicht gern Mäuschen spielen, wenn das politische Berlin hinter verschlossenen Türen tagt? Nun ist es raus: Der Bundestag hat ein Mäuseproblem. Rette sich wer kann! 

 
06.06.2019
Die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages gehört zu den spannendsten seit der Gründung der Republik. Mit meiner Kolumne „Ein Beyer in Berlin“ möchte ich Ihnen immer am Ende einer Sitzungswoche regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des „Hohen Hauses“ geben.
 
„Bleiben sie ruhig liegen“, kommentierte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble am vergangenen Dienstag die Aktion von rund 20 Jugendlichen, die sich um Punkt zwölf Uhr auf den Boden des Plenarsaals legten und sich tot stellten. Die jungen Leute nutzten die Abschlussrede im Rahmen des Jugend-Planspiels des Deutschen Bundestags für eine Protestaktion gegen die aktuelle Klimapolitik. Andere jugendliche Teilnehmer quittierten die Aktion mit Buh-Rufen. Einer von ihnen stand auf, lief nach vorne und griff nach dem gehissten Transparent mit der Aufschrift „Eure Klimapolitik = Katastrophe“. Schäuble reagierte gelassen. Mitten drin der 17-jährige Johannes von Rath aus Velbert.

 
09.05.2019
Die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages gehört zu den spannendsten seit der Gründung der Republik. Mit meiner Kolumne „Ein Beyer in Berlin“ möchte ich Ihnen immer am Ende einer Sitzungswoche regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des „Hohen Hauses“ geben.

Im Plenarsaal des Bundestages herrscht reges Treiben. Von überall her strömen die Kollegen ins Hohe Haus unter der Glaskuppel. Vereinzelt stehen kleine Gruppen im Raum verteilt und unterhalten sich. Nur wenige sitzen noch oder wieder auf den blauen Stühlen. Ich entscheide mich für die Urne am Rednerpult und bahne mir den Weg durch den Saal. In meiner Hand halte ich meine blaue Abstimmungskarte mit aufgedrucktem Strich-Code und Namen.

 
15.04.2019
Die 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages gehört zu den spannendsten seit der Gründung der Republik. Mit meiner Kolumne „Ein Beyer in Berlin“ möchte ich Ihnen immer am Ende einer Sitzungswoche regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen des „Hohen Hauses“ geben.

Das geht schief! In dem Moment, als ich das dachte, ergoss sich die Suppe der Kollegin bereits auf mich, beziehungsweise meinen Anzug. Es war Donnerstag der vergangenen Sitzungswoche des Deutschen Bundestages. Gemeinsam mit einer Gruppe Kollegen saß ich zu einem sogenannten interfraktionellen Arbeitsessen in einem Konferenzsaal und lauschte aufmerksam den Worten einer Kollegin. Diese gestikulierte mit dem Löffel in der rechten Hand, während die andere Hand in Richtung Suppentasse schnellte und mit einem Hieb selbige im hohen Bogen in meine Richtung schmetterte. „Oh, nein – das wollte ich nicht.“ Und schon kramte sie in ihrer Handtasche, die mich an eine Einkaufstasche erinnerte, allerhand Dinge heraus: Ein Schlüsselbund mit einem Logoanhänger der Caritas, Pfefferminzbonbons kamen ebenso zum Vorschein wie eine Mappe mit allerlei Unterlagen, Ladekabel und eine Powerbank fürs Handy. Derweil tupfte ich mich mit einer Serviette trocken. Eigentlich alles kein Problem, aber an diesem Tag war es eine sehr unschöne Sache, denn mein Gepäck war auf dem Weg nach Berlin verloren gegangen, und so hatte ich nur einen Anzug – nämlich den, den ich bei meiner Anreise getragen hatte und dieser hatte nun Suppenflecken.