Donnerstag der Demokratie

07.11.2019, 16:33 Uhr
 
Aaron - Sankt Martin
#donnerstagderdemokratie

Am 11. November ist Martinstag. Schon vor dem Martini-Tag, wie er in manchen Regionen Deutschlands heißt, gibt es eine ganze Reihe an Bräuchen und Traditionen. Besonders schön sind die bunten Umzüge der Kinder zu Ehren des Heiligen Sankt Martin. Singend laufen sie mit ihren selbstgebastelten Laternen hinter dem heiligen Mann hoch zu Ross her. Sie fiebern dem Höhepunkt des Abends entgegen: Der Mantelteilung am Martinsfeuer. Ohne das Engagement von Aaron wäre der Erhalt dieser Tradition nicht möglich. Er ist einer, von einer Handvoll Frauen und Männer, die am Martinstag in die Rolle des römischen Soldaten schlüpfen.

„Tradition hilft dabei, Identifikation und Gemeinschaft zu stiften“, sagt der 21-Jährige. Sie entstehe zwar aus der Vergangenheit heraus, sei aber für ihn auch zukunftsweisend, denn es gehe auch immer um Werte für das eigene Handeln. Diese zu vermitteln bedeute für ihn, sich mit Werten zu identifizieren und anderen diese weiterzugeben, sagt er. Der #Martinszug sei aus diesen Gründen viel mehr als ein Lichterumzug. Daher stelle sich für ihn die Namensdebatte auch nicht.

Dass der leidenschaftliche #Reiter seine Aufgabe sehr ernst, merkt man auch daran, dass er sich über den Martinstag hinaus Zeit nimmt, um Prüfungen abzulegen, ohne die man am Zug nicht teilnehmen darf. „Schließlich hat man hoch zu Ross eine Verantwortung für sein Tier und die Teilnehmer“, so Aaron.

„Wenn ich die Kinder mit ihren #Laternen sehe und sie hinter mir singen höre, ist das immer wieder eine einzigartige Stimmung!“, erklärt er weiter. Aaron hofft, dass die Züge in ihrer Vielfalt erhalten bleiben und die Organisatoren sich nicht vom Aufwand abschrecken lassen. Dass Tradition gelebt werden muss, daran lässt Aaron keinen Zweifel.