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13.05.2020, 17:15 Uhr

Gutschein-Lösung schützt unsere Kultur- und Sportlandschaft

Bundestag beschließt Ergänzung im Veranstaltungsrecht

"Bitte beachten Sie, dass es aufgrund des Corona-Virus zu vielen Absagen und Verlegungen von Veranstaltungen kommt. Bitte informieren Sie sich beim jeweiligen Veranstalter, ob die von Ihnen gesuchte Veranstaltung stattfindet", heißt es auf der Homepage der Stadt Ratingen. Auch in Heiligenhaus mussten seit März unzählige Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Anfangs hatte man hier noch auf einen schnelleren Neustart des Kulturangebots gehofft und dabei auch das beliebte Stadtfest im Blick gehabt, weiß der Bundestagsabgeordnete Peter Beyer (CDU). Ähnlich ergeht es seit der Ausbreitung des neuartigen SARS-CoV-2-Virus geplanten Musik-, Kultur-, Sport- und sonstigen Freizeit-Events auch in Velbert und Wülfrath. Bis zum 31. August 2020 verbietet die aktuelle Corona-Schutzverordnung NRW die Umsetzung von Großveranstaltungen. Um Veranstalter vor einer Insolvenz-Welle zu schützen, beschloss der Deutsche Bundestag nun das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht", erklärt der Unionspolitiker.


Peter Beyer MdB | © Daniel Königs.

Den Veranstaltern drohe das wirtschaftliche Aus, falls sie all die bereits verkauften Eintrittskarten jetzt zurücknehmen und auszahlen müssten. Das Ergebnis wäre eine Kultur- und Sportlandschaft, die nach Überwindung der Pandemie viel ärmer wäre als bisher. Eine Vielzahl von bereits erworbenen Eintrittskarten für die unterschiedlichsten Freizeitveranstaltungen könne aufgrund der notwendigen Absagen ohnehin nicht mehr eingelöst werden. Die Inhaber der Eintrittskarten oder Nutzungsberechtigungen wären daher nach geltendem Recht berechtigt, die Erstattung des Eintrittspreises oder Entgelts von dem jeweiligen Veranstalter oder Betreiber zu verlangen, erläutert Beyer weiter.

Stattdessen hätten die Veranstalter auf der Grundlage des nun beschlossenen Gesetzes die Möglichkeit, den Inhabern der Eintrittskarten statt der Erstattung des Eintrittspreises einen Gutschein zu übergeben, so Beyer. Der Gutschein könne dann entweder für eine Nachholveranstaltung oder eine alternative Veranstaltung eingelöst werden. Der Kunde könne jedoch die Auszahlung des Gutscheinwertes verlangen, wenn ihm die Annahme des Gutscheins aufgrund seiner persönlichen Lebensverhältnisse unzumutbar sei oder wenn der Gutschein nicht bis zum 31. Dezember 2021 eingelöst werde.