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12.08.2017, 13:40 Uhr

Ein Mann, ein Auto, eine Steckdose: Beyer setzt auf E-Mobilität und macht den Alltagstest.

Die Deutschen und die Elektromobilität - ein gespaltenes Verhältnis. Aus diesem Grund macht der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer im sechswöchigen Bundestagswahlkampf den Selbstversuch. „Auch wenn der Start der Elektromobilität holprig ist, mit der Technologie für E-Autos ist man auf dem richtigen Weg“, erklärt er. In der Diskussion um das E-Auto setzt für ihn eine verpflichtende Quote völlig falsche Akzente. Er setzt auf flächendeckende Infrastruktur und Imagekampagnen unter anderem im öffentlichen Bereich.

Förderung allein oder eine staatliche verordnete Quote seien kein Allheilmittel, so der CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Beyer, der im sechswöchigen Alltagstest mit den Vorurteilen des E-Mobil aufräumen will. Foto: © Peter Beyer MdB.
Der Wahlkampf biete sich für einen Alltagstest und eine Imagekampagne für die E-Mobilität an, so Beyer. Rund 200 Kilometer am Tag lege er im Schnitt in dieser Zeit durch seinen Wahlkreis zurück. Durch die auffällige Optik des PKW käme man darüber hinaus mit vielen Menschen leicht ins Gespräch, denn Wissenslücken und falsche Vorstellungen seien unter anderem der Grund, warum auch potentiell Interessierte den Schritt zu einem E-Auto scheuten.

„Kein Benzin, kein Diesel, kein Altöl, kein Keilriemen, kein Auspuff, nichts schmutzt, nichts stinkt, nichts lärmt – und auch der Fahrspaß kommt nicht zu kurz“, sagt der Bundespolitiker, der davon überzeugt ist, um den Elektroantrieb, in welcher Form auch immer, werde man zukünftig nicht mehr herumkommen. Demgegenüber ständen allerdings noch Probleme mit der Reichweite, die Anschaffungskosten und die Zahl der öffentlichen Ladestationen.

Ein Mann, ein Auto eine Steckdose: Schon der Blick ins Netz verrät, in Beyers Wahlkreis gibt es Luft nach oben. Derzeit gibt es in Heiligenhaus, Ratingen, Velbert und Wülfrath lediglich sechs öffentlichen Ladestationen. Die flächendeckende Förderung von Lade- und Tankstationen, die alle Regionen für die Elektro- und Wasserstoffmobilität erschließt, müsse vorderstes Ziel sein, fordert Beyer. Aber nicht nur im öffentlichen Bereich müsse sich etwas tun, auch private Kfz-Stellplätze benötigten einen unkomplizierten Stromanschluss. Das bedeute, es müsse eine Regelung in das Wohnungseigentümergesetz (WEG) aufgenommen werden, um die Installation einer Ladestation im Mehrfamilienhaus zu erleichtern. Eine ähnliche Regelung benötige auch das Mietrecht.

Einen finanziellen Anreiz zu schaffen beim Kauf und auch bei der Kfz-Steuer, wie es derzeit von der Bundesregierung gemacht wird, hält Beyer für eine gute Sache, jedoch sei dies kein Allheilmittel. 4.000 Euro erhalte derzeit jeder Kunde aus dem Fördertopf „E-Mobilität“, fügt er an. Eine verpflichtende Quote, wie sie die SPD fordert, hält er für keine Lösung, denn durch staatliche Verordnung setze sich Technik nun einmal nicht durch. Man müsse sich für ein E-Auto entscheiden, weil man vom Produkt überzeugt ist. Aus diesem Grund sieht er als einen wichtigen Baustein den Ausbau der Infrastruktur, so Beyers Fazit nach den ersten Tagen seines Alltagstestes mit einem E-Auto. Darüber hinaus müsse die E-Mobilität in Städten deutlich ausgebaut werden und die Fuhrparks von Behörden und der öffentliche Nahverkehr umgerüstet werden. Beyer: „Denn nur wer mit gutem Beispiel vorangeht, kann Erfolge verzeichnen“.