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24.11.2018, 00:00 Uhr

PARLAMENTARIUM 24.11.1871: Reichstag beschließt erstes Reichsmünzgesetz

Mit dem Gesetz wird die Mark als Zahlungsmittel eingeführt und löst die bis dahin vielen verschiedenen Münz- und Papiergelder wie den Schilling, die Groschen und die Taler ab.

THEMA: Die Einführung der deutschen Mark

Nach Ende des Krieges war die Ausgabe von Waren lange Zeit an Karten und Bezugsscheine gebunden, die Ersparnisse der alten Reichsmark damit unnütz. Doch die westlichen Alliierten planten im Frühjahr 1948 eine geheime Währungsreform, die als Gerücht allerdings schnell in die Gesellschaft getragen wurde. Als sich die Vermutungen stärkten, versuchten die Bürger noch schnell möglichst viele Waren mit der Reichsmark zu kaufen. Die Geschäfte aber horteten in der Hoffnung auf solideres Geld ihre Waren. Auf dem Schwarzmarkt stiegen die Preise in astronomische Höhen.

Am Freitag, dem 18. Juni, wurde am Abend dann die Währungsreform für Sonntag, den 20. Juni angekündigt. Jede erwachsene Person sollte gegen die Vorlage von 60 Reichsmark 40 neue Deutsche Mark bekommen. Ab dem 21. Juni sollte allein die Deutsche Mark gesetzliches Zahlungsmittel sein, die Reichsmark verlor ihre Gültigkeit. Am Tag nach der Währungsreform standen die Deutschen staunend vor gefüllten Schaufenstern, die Märkte boten plötzlich wieder allerlei Gemüsesorten und Lebensmittel.