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22.11.2018, 13:18 Uhr

Heiligenhaus: Mobil in die Zukunft

Beyer dankt Minister für finanzielle Unterstützung beim Ausbau der E-Mobilität.

Während der Kauf von E-Fahrzeugen mit Förderprogrammen des Bundes unterstützt werde, fehlten für Ladesäulen im öffentlichen Raum oder auch für die Installation privater Stromboxen in Garagen wichtige rechtliche Voraussetzungen. In Heiligenhaus würden nun mit Hilfe des Bundes gleich vier neue Ladepunkte in der Stadt eingerichtet, freut sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer.

Peter Beyer MdB im Bundestagswahlkampf 2017 mit Elektroauto | © Peter Beyer MdB.

Für den Ausbau eines flächendeckenden Netzes von Schnelllade- und Normalladestationen in Deutschland stellt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) über seine Förderrichtlinie „Aufbau einer Ladeinfrastruktur (LIS)“ von 2017 bis 2020 insgesamt 300 Millionen Euro bereit, von denen nun auch Heiligenhaus mit 12.000 Euro profitieren wird. Insgesamt vier Normalladepunkte sollen eingerichtet werden, so Beyer, der am vergangenen Donnerstag bei der Bescheidübergabe im BMVI seinem Kollegen, Bundesminister Andreas Scheuer dankte, Heiligenhaus beim Ausbau der E-Mobilität zu unterstützen. Die Stadtwerke hatten sich für das Förderprogramm beworben und den Zuschlag erhalten.

2017 stellte Beyer im Selbstexperiment fest, dass es in seinem Wahlkreis – den Städten Heiligenhaus, Ratingen, Velbert und Wülfrath – schwierig sei, mit Strom zu fahren. Die flächendeckend fehlende Ladeinfrastruktur stelle Fahrer eines E-Mobils vor Herausforderungen, denn die Routen richteten sich nicht nach dem kürzesten Weg, sondern nach der Erreichbarkeit von Ladestationen. Bereits damals bemängelte er, dass zwar der Kauf von E-Fahrzeugen mit Förderprogrammen des Bundes unterstützt werde, für Ladesäulen im öffentlichen Raum oder auch für die Installation privater Stromboxen in Garagen wichtige rechtliche Voraussetzungen fehlten. Mit dem Förderprogramm des BMVI sei ein wichtiger erster Schritt getan. Nun läge es an den Kommunen, das Geld abzurufen. Als nächstes erhofft er sich 2019 mit der Reform des Wohnungseingentums- und Mietrechts, dass es unproblematisch möglich werde, private Kfz-Stellplätze mit Ladestationen auszustatten.

Hintergrund:

Am 18.05.2016 hat das Bundeskabinett ein Marktanreizprogramm für die Elektromobilität beschlossen. Teil des Programms ist auch die Förderung des Aufbaus von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Seit Anfang 2017 wird im Rahmen des Förderprogramms der Aufbau von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur durch eine anteilige Finanzierung der Investitionskosten gefördert. Mit dem Programm will die Bundesregierung den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Schnelllade- und Normalladestationen initiieren. Ziel ist der Aufbau von mindestens 15.000 Ladesäulen bis 2020. Die Bundesregierung stellt dafür 300 Millionen Euro von 2017 bis 2020 bereit. Unterstützt werden sowohl private Investoren als auch Städte und Gemeinden.

Gefördert werden Normalladepunkte mit einer Ladeleistung bis 22 Kilowatt, Schnellladepunkte mit mehr als 22 Kilowatt, sowie der erforderliche Anschluss an das Nieder- bzw. Mittelspannungsnetz. Die technischen Mindestanforderungen an geförderte Ladeinfrastruktur werden durch die Ladesäulenverordnung vorgegeben.