Newsroom Auswärtiges Amt

28.02.2019, 11:12 Uhr
 
Transatlantik-Koordinator Peter Beyer bei der US-Grenzschutzbehörde an der Grenze zu Mexiko
Der Transatlantik-Koordinator Peter Beyer sagte heute (28.2.) in Tucson, Arizona:
 
"Die Situation an der US-mexikanischen Grenze dominiert derzeit den politischen Diskurs in den USA und prägt auch den transatlantischen Dialog. Fernab der aufgeheizten politischen Stimmung in Washington, DC konnte ich mir in Arizona vor Ort ein eigenes Bild von der Situation machen. Offen haben die Mitarbeiter der amerikanischen Zoll- und Grenzschutzbehörde über die Herausforderungen ihrer Arbeit berichtet: Drogenschmuggel, illegale Einwanderung, Terrorismusabwehr. Die Grenzschützer leisten ihren Dienst in einer unwirtlichen Wüstenlandschaft bei extremen Temperaturen, wobei eine Schicht auch über zehn Stunden dauern kann.
 
Die Ausrüstung reicht dabei von Drohnen und Hubschraubern bis hin zu Fahrrad und Pferd. Es war für mich sehr beeindruckend, mit welcher Überzeugung und Leidenschaft sie der schweren Aufgabe nachkommen. Eine Mauer gehört zwar nicht zu den größten Wünschen der Grenzschützer, wohl aber mehr Personal, bessere Ausrüstung und ein Ausbau der Grenzsicherung dort, wo er benötigt wird. Für politisches Taktieren und Blockadehaltung - egal von welcher politischen Seite - haben sie hingegen wenig Verständnis. Ich danke den Grenzschützern sehr, dass sie mir diese tiefen und ungefilterten Einblicke in ihre wichtigen Aufgaben ermöglicht haben."
Transatlantik-Koordinator Peter Beyer MdB an der US-mexikanischen Grenze mit der U.S. Customs and Border Protection. | © Peter Beyer MdB.
Hintergrund

Peter Beyer, Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit der Bundesregierung, reist derzeit nach Tucson, Arizona und Houston, Texas. In Arizona machte er sich gemeinsam mit der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde („U.S. Customs and Border Protection“, CBP)  ein Bild von der Situation an der US-mexikanischen Grenze am Grenzübergang Nogales, rund 100 Kilometer südlich von Tucson. Dort gelingen den US-Grenzschützern regelmäßig große Drogenfunde: Vor einem Monat etwa beschlagnahmten sie knapp 300 Kilogramm der Drogen Fentanyl und Methamphetamin im Wert von umgerechnet rund vier Millionen Euro, am vergangenen Wochenende wurden an einem einzigen Tag Drogen im Wert von 3,8 Millionen Euro sichergestellt. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde zählt mit ihren über 60.000 Mitarbeitern zu einer der weltweit größten Strafverfolgungsbehörden und ist dem U.S. Department of Homeland Security unterstellt. Sie überwacht in den USA Reisen und Handel und ist für Terrorismusbekämpfung sowie für Drogenschmuggel und illegale Einwanderung zuständig.

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