Donnerstag der Demokratie

23.01.2020, 16:36 Uhr
 
Isolde - Bücherstadt Langenberg
#donnerstagderdemokratie

Wer mit Isolde durch die Straßen und Gässchen von Velbert-Langenberg geht, hat eine echte Kennerin an seiner Seite. Isolde liebt ihre Heimat, daran besteht kein Zweifel. Sie begann vor rund 20 Jahren, sich für Langenberg einzubringen, um ihrem Stadtteil mit cleveren Ideen neue Impulse zu verleihen.
Im Jahr 2001 gründete Isolde gemeinsam mit anderen Langenbergern den „Verein zur Förderung der Bücherstadt Langenberg e.V.“. Die Idee: Wir machen die Stadt zum Aushängeschild für literarisch interessierte Menschen, wir beleben die Fachwerkhäuser der historischen Altstadt neu und versuchen so dem Ladenleerstand entgegenzuwirken. Das haben Isolde und ihre Mitstreiter ohne Frage geschafft: Derzeit laden fünf Antiquariate zum Besuch und Stöbern ein. Zudem hat eine alte Druckerei mit verschiedensten Aktivitäten zum Thema Papier und Druck ihren Betrieb wieder aufgenommen. Selbst einen Buchbinder kann die Bücherstadt vorweisen. Die Vereinsmitglieder engagieren sich ehrenamtlich, um Langenberg als Bücherstadt zu erhalten. So betreiben die „Ehrenamtler“ zwei Antiquariate in Eigenregie. Ein Kraftakt für alle Beteiligten, aber eine Herzensangelegenheiten, wie Isolde sagt.
Um die malerische Altstadt von Langenberg zu präsentieren, bietet der Verein Lesungen, Ausstellungen, Stadtführungen und zwei Mal im Jahr stattfindende antiquarische Büchermärkte an.
Besonders zu empfehlen ist das Zimmermuseum zum Thema „Goethe & Ginkgo“ im Antiquariat Honnes in der Hellerstraße 12.

Ehrenamt verpflichtet. Doch manchmal käme man ohne Unterstützung nicht weiter, so Isolde. Aktuell wünscht sie sich nichts mehr als einen Sponsor oder Schirmherrn für das Dante-Zimmer, welches Werke des bedeutenden italienischen Dichters Dante Alighieri als besondere Schätze beheimatet. Sollte sich kein Unterstützer finden, so müsste diese Sammlung in absehbarer Zeit aufgegeben werden.