Donnerstag der Demokratie

14.05.2020, 16:41 Uhr
 
Natalie - SkF Ratingen
#donnerstagderdemokratie

Fragt man Natalie, was Ziel und Ansporn ihrer Arbeit ist, muss sie nicht lange überlegen: „Perspektiven aufzeigen und Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen“.

Seit 2014 ist sie Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Ratingen. Die kirchliche Einrichtung besteht in der Dumeklemmerstadt bereits seit über 111 Jahren und versteht sich als Ansprechpartner für benachteiligte Menschen wie Wohnungslose oder Verschuldete, aber auch für alleinerziehende Mütter und Arbeitslose.

Mit zahlreichen Programmen, beispielsweise einer Schuldnerberatung, der Vermittlung von Kindertagesplätzen und einer Möbelkammer, greifen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Klienten unter die Arme. Über 200 ehrenamtliche Unterstützer und rund 100 hauptamtlich Beschäftigte setzen sich Tag für Tag dafür ein, dass die Ratingerinnen und Ratinger, die sich beim SkF melden, möglichst unbürokratisch unterstützt werden. Das Unbürokratische, das Nahbare, ist Natalie wichtig. Denn dies sei häufig eine Hürde für viele, wenn sie nach Hilfe suchten – die Angst vor der Bürokratie.

Rund 3500 Haushalte nehmen die Dienste des Sozialdienstes aktuell in Anspruch. Und für viele ist es ein wichtiger Schritt in eine bessere und sichere Zukunft. Eine vermittelte Wohnung, eine stabilisierte finanzielle Situation, eine sinnvolle Tätigkeit nach jahrelanger Arbeitslosigkeit oder ein strukturierter Alltag in einer psycho-sozialen Notlage – genau diese Erlebnisse spornen Natalie und ihre Mitstreiter an, sich für benachteiligte Ratingerinnen und Ratinger einzusetzen.